Wettkampfbeschreibungen für die
Jugend/Junioren Weltmeisterschaften Ruhpolding 2008

STAFFELWETTKAMPF

Bei Staffelwettkämpfen für Junioren laufen jeweils vier (Juniorinnen, Jugend weiblich, Jugend männlich 3 Staffelmitglieder) über eine Distanz von jeweils 7,5 km, bei den Juniorinnen über eine Distanz von jeweils 6 km mit zwei Schießeinlagen. Der Start für die ersten Staffelmitglieder erfolgt gleichzeitig. Die Wettkämpfer laufen 2,5 km, (Juniorinnen und Jugend weiblich 2 km) kommen zum Liegendschießen, laufen wieder 2,5 km, kommen zum Stehendschießen und laufen dann wiederum 2,5 km, wo an den Nächsten übergeben wird, bzw. das letzte Staffelmitglied läuft ins Ziel. Sieger ist der Wettkämpfer, der die Ziellinie als erster überquert, vorausgesetzt es gab keine Zeitstrafen oder Gutschriften. Der Staffelwettkampf ist sehr spannend, da man immer weiß, wer in Führung liegt. Beim Staffelwettkampf führt jeder Wettkämpfer drei Schuss Ersatzmunition mit, die eingesetzt werden müssen, wenn die Scheiben nicht mit den ersten fünf Schuss getroffen wurden.

Im Staffelwettkampf versuchen die Athleten meist schnell zu schießen, um dann, wenn alle Scheiben getroffen wurden, sofort wieder auf die Strecke gehen zu können. Werden jedoch nicht alle Scheiben getroffen, muss die Ersatzmunition einzeln von Hand nachgeladen werden, was bei dem enormen Zeitdruck schwierig und langwierig ist. Die Teilnahme am Staffelwettkampf wird durch die Wettkampfregeln festgelegt und auf der Grundlage der Staffelwertung im Weltcup bestimmt, auf unterer Ebene mittels Auslosung. Die Startnummern bestimmen sowohl die Startspur als auch die Schießbahnnummer.
Der dabei verwendete Farbcode bedeutet:
rot - 1. Runde, grün - 2. Runde, gelb - 3. Runde blau, - 4. Runde.
Bei den Olympischen Winterspielen. Weltmeisterschaften und Weltcupveranstaltungen weisen die Startnummern auch auf den aktuellen Stand in der Weltcupstaffelwertung hin.

SPRINTWETTKAMPF
Der Sprintwettkampf ist eine schnellere und kürzere Version des Einzelwettkampfes. Hier ist die Laufgeschwindigkeit wichtiger als das Schießen, denn statt einer Minute Strafzeit muss eine Strafrunde von 150 m Länge gelaufen werden.
Da die Streckenlänge geringer ist, gibt es für alle Klassen nur zwei Schießeinlagen. Die Laufzeit beträgt um die 30 Minuten. Die Männer laufen drei Schleifen von 3, 4 und 3 km mit den dazwischen liegenden Schießeinlagen, bei den Frauen sind es drei Schleifen zu jeweils 2,5 km. Die Teilnahme am Sprint wird durch Quoten für verschiedene Veranstaltungen bestimmt.

VERFOLGUNGSWETTKAMPF
Die Startberechtigung für den Verfolgungswettkampf sowie die Startreihenfolge und die Abstände basieren auf einem Qualifikationswettkampf, der normalerweise am Tag vorher stattfindet.
Als Qualifikationswettkampf können sowohl Einzel- wie auch Sprintwettkämpfe dienen, jedoch wird es in der Regel der Sprint sein. Bei Weltmeisterschaften und Weltcupverfolgungswettkämpfen gehen 60 Athleten an den Start. Das Grundkonzept besteht darin, dass der Sieger des Qualifikationskampfes als erster startet und die weiteren Athleten in der Reihenfolge und im zeitlichen Abstand ihres Ergebnisses aus dem Qualifikationswettkampf. Der Verfolgungswettkampf ist ein sehr spannender Wettkampf, da man immer weiß, wer in Führung liegt. Auch der psychologische Aspekt der Verfolgung spielt eine erhebliche Rolle. Sieger ist der Wettkämpfer, der als erster die Ziellinie überquert, vorausgesetzt, es wurden keine Zeitstrafen verhängt oder Ausgleiche gewährt. Überrundete Wettkämpfer müssen sich sofort aus dem Wettkampf zurückziehen.



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